Archive for Juli 2010

h1

Namen

17. Juli 2010

Über für mich ungewöhnliche Namen habe ich ja bereits berichtet. Heute widme ich diesen Blog den Spitznamen. Eine mir wenig verständliche Angewohnheit ist es nämlich den Namen auf die ersten beiden, maximal ersten drei Buchstaben zu begrenzen. Aus Juliana wird dann Ju, aus Fernanda Fer und aus Paola Pa.
Das Ganze kann man noch steigern, indem die Silbe dann einfach wiederholt. So entstehen dann Spitznamen wie Juju, Tatá, GiuGiu oder Gigi.

h1

Brasilianische Kuriositäten

15. Juli 2010

1. Zahnseidenspender auf der Damentoilette: Auf öffentlichen Toiletten findet man ja eh schon allerhand. Ein Automat mit grüner, minziger Zahnseide ist mir diese Woche zum ersten Mal unterkommen. Paßt allerdings nach Brasilien wie die Faust aufs Auge.

2. Kinderwagenmangel: Obwohl es mehr als genug Kinder gibt, sehe ich so gut wie nie Kinderwagen. Die Kinder werden etnweder getragen oder sie laufen.

3. Rollski: Beim letzten kurzen Wärmeeinbruch kam mir jemand auf Rollski entgegen. Bei fast 30 Grad ein ziemlich gewöhnungsbedürftiger Anblick.

4. Baumwollbaum: Es gibt ihn wirklich und das auch noch in meiner unmittelbaren Nachbarschaft, den Baumwollbaum. Bis vor Kurzem habe ich bei den Früchten eher Avokados als Wolle vermutet, wurde aber nun eines Besseren belehrt.

5. Baumtreiben: Seit fast 4 Wochen ist jetzt offiziell Winter. Von einigen warmen Tagen abgesehen, ist es mittlerweile spürbar kälter. Auch die ersten Bäume sind inzwischen kahl. Viel mehr werden es aber nicht, denn die ersten treiben schon wieder fröhlich aus und zeigen zartes hellgrün.

h1

Tanzvorführung

13. Juli 2010

Letzten Samstagabend habe ich mit meiner Gastfamilie verbracht. Allerdings nicht zu Hause auf dem Sofa, sondern im Theater, wo meine Gasteltern einmal im Jahr eine Vorführung für ihre Tanzschüler und die anderer Tanzschulen organisieren. Meine beiden Gastschwestern waren natürlich auch mit dabei. Ziel ist es den eifrigen Schülern eine Möglichkeit zu geben, Gelerntes vorzuführen und den Tanzschulen eine Präsentationsfläche zu geben. Da die Familien ihre Schützlinge natürlich auch sehen wollen, war das Theater (bei 130 Tanzschülern) schnell mit 450 Plätzen ausverkauft.
Von der Vorstellung selber habe ich nicht soviel mitbekommen, weil ich zwischen den Auftritten auf die Kinder aufgepaßt und beim Umziehen geholfen habe. Beeindruckend finde ich aber immer wieder wieviel Geld für solche Veranstaltungen ausgegeben wird. Es gibt natürlich für jeden Tanz ein eigenes Kostüm (das die Eltern bezahlen und die Lehrer bei Schneidern in Auftrag geben), im Anschluss an die Darstellung Blumen für Lehrer und Schüler (gern Gestecke mit Plasteballerinas), Zertifikate für die Teilnahme, etc.

Das Theater


Die Kinderbetreuung


Meine Gastschwestern


Warten …

Finale: Der große Herr mit Mikro ist mein Gastvater.